Erfolgreiche Brandbekämpfung durch Feuerlöscher

Feuerlöscher sind zur sofoortigen Brandbekämpfung bei einem Brandfall extrem wichtig. Mit ihnen werden jährlich ca. 260.000 Brände gelöscht, meist vor der Ankunft der Feuerwehr.

Die Mehrzahl der Brände (etwa 250.000) ereignet sich im gewerblichen Bereich. Vielfach kann dort ein Entstehungsbrand mit einem Feuerlöscher bekämpft, und dadurch hoher Personen- und Sachschaden vermieden werden. Gemäß Arbeitsstättenrichtlinie ASR ist der Arbeitgeber verpflichtet, mobile Feuerlöschgeräte bereitzustellen und nach DIN EN ISO 7010 zu kennzeichnen. Die Verpflichtung gilt bereits ab einer gegen Entgelt beschäftigten Person.

In diesem Brandschutz- Ratgeber geben wir Ihnen zahlreiche Informationen rund um die mobilen Feuerlöschgeräte. Wir erklären Ihnen die Unterschiede und welches Produkt für welche Brandklasse geeignet ist. Zudem geben wir Tipps zur Anbringung und Kennzeichnung.

Was ist ein Feuerlöscher?

Brand-Bekämpfung durch Feuerlöscher

© Adobe Stock – Andrey Popov: Brand- Bekämpfung

Im vorbeugenden Brandschutz wird ein Feuerlöscher als tragbares Kleinlöschgerät bezeichnet, das ein Maximalgewicht von 20 kg nicht überschreiten darf.

Feuerlöscher sind zur Bekämpfung von Klein- und Entstehungsbränden bestimmt. Sie enthalten ein Löschmittel, das entweder durch gespeicherten oder beim Löschen erzeugten Druck versprüht wird.

Erste Feuerlöscher im heutigen Sinn wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Bis in die fünfziger Jahre war Tetrachlorkohlenstoff ein weit verbreitetes Löschmittel. Da es gesundheitsschädlich ist, wird es heute nicht mehr verwendet.

Die Auswahl des richtigen Feuerlöschers

Es gibt leider keinen Feuerlöscher, der für alle Brände geeignet ist. Welcher in Ihrem Unternehmen der Richtige ist, hängt davon ab, welche brennbaren Stoffe mit dem Feuerlöscher bekämpft werden sollen. Brennbare Stoffe werden in Brandklassen unterteilt:

  • Brandklasse A: Feststoffe wie Holz, Papier, diverse Kunststoffe, feste Brennstoffe
  • Brandklasse B: Benzin oder Öl
  • Brandklasse C: Geräte oder Elektrowerkzeuge, Elektronik
  • Brandklasse D: Metallbrände wie beispielsweise Magnesium oder Natrium
  • Brandklasse F: Brände von Speisefett oder Speiseöl

Folgende Feuerlöschgeräte sind für diese Art von Bränden geeignet:

ABC Feuerlöscher

Der Standard-Feuerlöscher für Gewerbe und Zuhause. Er löscht Brände der Brandklassen A, B und C. ABC Löscher verwenden Löschpulver, dass schwer zu entfernende Rückstände hinterlässt.

BC Feuerlöscher

Dieser Feuerlöscher verwendet Löschpulver. Er eignet sich für Entstehungsbrände in der Flammbrandphase, wenn es noch keine Glutherde gibt. Geeignet für Benzin, Öl und elektrische Geräte. Auch dieses Feuerlöschgerät verwendet Löschpulver, dass schwer zu entfernende Rückstände hinterlässt.

Schaumfeuerlöscher

Mit dem Schaumfeuerlöscher können Brände von Feststoffen und Flüssigkeiten bekämpft werden (Brandklassen A und B). Für die Bekämpfung elektrischer Brände ist er auch geeignet. Der Abstand zu elektrischen Leitungen sollte zu Hause beim Löschen 1 Meter nicht unterschreiten. Löschschaum hinterlässt viel weniger Rückstände als Löschpulver.

Fettbrand-Feuerlöscher

Der Standard-Feuerlöscher für jede kommerzielle Küche. Neben Bränden der Brandklasse F (Fett und Öl) können damit auch brennende Feststoffe gelöscht werden.

CO² Feuerlöscher

Die Flammen werden durch Kohlendioxid erstickt. Das Feuerlöschgerät eignet sich für die Brandklassen B und C (Flüssigkeiten und elektrische Anlagen). Er wird oft zum Löschen von Bränden in Schaltschränken oder elektronischen Einrichtungen benutzt, weil er schonend löscht und nur geringe Folgeschäden verursacht.

Nach den neusten Richtlinien der Berufsgenossenschaften, dürfen Löschversuche in geschlossene Räumen nur dann durchgeführt werden, wenn eine ausreichende Lüftung des Raumes gewährleistet ist, wie zum Beispiel die Türe zum Brandraum beim Löschen offen lassen.

Pulverlöscher mit Metallbrandpulver (PM)

Der Speziallöscher eignet sich nur für die Bekämpfung von Metallbränden, beispielsweise brennendes Magnesium.

Nasslöscher

Er wird auch Wasserfeuerlöscher genannt und dient zum Löschen von brennenden Feststoffen wie Holz oder Papier.

Anbringung und Kennzeichnung der Feuerlöscher

Brandschutzzeichen: Feuerlöscher

© Adobe Stock – infinetsoft: Brandschutzzeichen

Sie müssen gut sichtbar und leicht erreichbar angebracht werden:

  • In Fluchtwegen
  • In der Nähe von Ausgängen
  • An Wegkreuzungen
  • In Treppenhäusern

Die Entfernung von einem zum anderen Feuerlöscher darf nicht mehr als 20 m betragen. Falls das Löschgerät nicht gut sichtbar ist, muss sein Standort durch das Brandschutzzeichen F001 „Feuerlöscher“ markiert werden.

In unübersichtlichen Räumen muss das Zeichen F001 „Feuerlöscher“ durch das Zusatzzeichen „Richtungspfeil“ ergänzt werden.

Experten konsultieren erspart Ärger mit Behörden und Versicherung

In Fragen Feuerlöscher wenden Sie sich am besten an erfahrene Brandschutzexperten. Die Fachleute können Ihnen sagen, welches Löschgerät für welche Bereiche Ihres Unternehmens am besten geeignet sind.

Sie berechnen auch, wie viele Geräte Sie benötigen und kümmern sich um die regelmäßige Überprüfung und Wartung. Diese hat spätestens alle 2 Jahre zu erfolgen und muss dokumentiert werden.

Auf Wunsch unterrichten die Brandschutzexperten auch Ihre Mitarbeiter in der richtigen Anwendung und üben den Einsatz der Löschgeräte unter realistischen Bedingungen.

Fazit: Feuerlöschgeräte helfen Brandkatastrophen zu verhindern

Jeder Feuerwehrmann weiß, dass die ersten Minuten nach der Entstehung eines Brandes entscheidend sind. Am Anfang ist das Feuer meist noch klein und lässt sich leicht bekämpfen.

Daher sind geeignete und einsatzbereite Feuerlöscher für die Bekämpfung von Entstehungsbränden so wichtig. Ebenso wichtig ist aber auch, dass Ihre Mitarbeiter mit den Geräten umgehen können.

Brandschutzexperten beraten Sie gern zu allen Fragen rund um das Thema »mobile Feuerlöschgeräte« und organisieren Sicherheitsunterweisungen sowie Löschübungen in Ihrem Unternehmen.

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